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1866/67 erbaut, unter der Monarchie gewachsen und durch Nebenbauten ergänzt,
den Unruhen des deutsch-französischen Krieges ausgeliefert, in 2 Weltkriege involviert,
ist das ehemalige Kasernengebäude bereits  Anfang des letzten Jahrhunderts Zeitzeuge
unterschiedlichster Regierungsformen und Regime geworden. Auch die folgenden Jahre,
die Herrschaft der Nationalsozialisten und die nach dem Krieg einziehende russische 
Besatzungsmacht haben dieses Gebäude und auch die Stadt Meinigen entscheidend
geprägt . Sie lassen dieses  Gebäude zu einem militärhistorischen Denkmal werden.

Einige dieser Stationen reihen sich auf dem dreiteiligen Fresko aneinander zu großflächigen
Wandstücken. Die gewählten Bildausschnitte sind teils Fotos aus dem Meininger Stadtarchiv
andere aus privatem Besitz  Meininger Bürger. Allesamt im Computer bearbeitet und durch
Frottage auf  Gipswandstücke übertragen,  entsteht ein Freskoeffekt, der den Arbeiten eine
intensive, transparente Leuchtkraft verleiht.

An der Nord-Fassade des alten östlichen Gebäudeteils werden diese Wandstücke zwischen
den Stockwerken  so montiert, daß man aus den Gängen des Neuanbaus einen beein-
druckenden Blick auf die gesamte historische  Entwicklung der Kaserne, und den damit einher-
gehenden Menschenschicksalen hat.

So wird der Luftraum zwischen Alt- und Neubau zur historischen Zeitzone, die Geschichte
mit den Augen lesbar  macht.

Aufbau                                                                                                                        home