displaced
Im Raum sind die Konturen eines Zimmers errichtet. Begibt man sich in diesen Raum im Raum, registriert man eine leichte Bewegung des Kubusses.
Durch die minimale Materialisierung der Gegenstands- kanten und der leichten Schwingungen entsteht die Illusion eines stabilen und schützenden Raumes. Wie auch in der Arbeit du umschreibt Lucia Dellefant einen Raum.
Der Betrachter ist angehalten diesen neu zu erleben, seine Ausmaße zu definieren und die Grenzen auszuloten. Diese Installation wird sowohl durch Betrachten, als auch durch Agieren rezipiert und erlebbar.
„displaced“ thematisiert zum Einen das Surrogat Heimat, das den Asylanten natürlich nicht die Geborgenheit und Vertrautheit ihres eigenen Landes bieten kann. Sie sind mit der neuen Umgebung und den Menschen nicht verwurzelt und nicht gewachsen. Die proviso- rische und labile Materialhaftigkeit des Ersatz-Zuhauses spiegelt zusätzlich die Ungewißheit der Flüchtlinge über ihre Rückkehr und ihr weiters Leben wider.
Zum anderen verdeutlicht die in sich instabile und
fragile Bauweise des Raumes die Unsicherheit, in der die Ausländer hier in Deutschland derzeit leben, da wir ihnen nur schwer Schutz vor rassistischen Übergriffen
bieten können.
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