kontainer    
 weg-ziehen, frauenmuseum bonn 2001/2002

displaced
Im Raum sind die Konturen eines Zimmers errichtet. 
Begibt man sich in diesen
Raum im Raum, registriert
man eine leichte Bewegung des Kubusses.

Durch die minimale Materialisierung der Gegenstands-
kanten und der leichten
Schwingungen  entsteht die
Illusion eines stabilen und schützenden Raumes.
Wie auch in der Arbeit du umschreibt Lucia Dellefant
einen
Raum. Der Betrachter
ist  angehalten diesen neu zu erleben,
seine Ausmaße zu definieren und die Grenzen auszuloten.
Diese Installation wird sowohl durch Betrachten, als
auch durch Agieren rezipiert und erlebbar. 


„displaced“ thematisiert zum Einen das Surrogat Heimat,
das den Asylanten
natürlich nicht die Geborgenheit
und Vertrautheit ihres eigenen Landes bieten
kann.
Sie sind mit der neuen  Umgebung und den Menschen
nicht verwurzelt
und nicht gewachsen. Die proviso-
rische und labile Materialhaftigkeit des Ersatz-
Zuhauses
spiegelt  zusätzlich die Ungewißheit der Flüchtlinge
über ihre Rückkehr
und ihr weiters Leben wider.
Zum anderen verdeutlicht die in sich instabile und fragile Bauweise des Raumes die Unsicherheit, in der
die Ausländer hier in Deutschland derzeit leben, da wir

ihnen nur schwer Schutz vor rassistischen Übergriffen bieten können.