hinter den glasscheiben der beiden ausstellungsräume des maximiliansforum wächst eine molekular anmutende struktur. die keimenden zellen scheinen sich zu vermehren und den gesamten raum zu füllen. sie quellen bis zur decke, suchen das licht, drängen aus dem untergrund an die oberfläche und sprießen aus der brutkammer nach außen.
wie tentakeln ranken organische Zellarme die decke entlang. sie haben sich aus der masse befreit, ergattern mehr luft und licht und erwachen hier zu ihrem leben. sie erblühen in strahlendem glanz.lucia dellefant sät ihren virtuellen garten im untergrund, dort wo nur spärlich licht einfällt und scheinbar nichts gedeihen kann. die raumbedingungen sind denkbar ungünstig für eine üppige vegetation. leer und aus- gestorben,trostlos und kalt zeigte er sich ursprünglich.
den raumbedingungen trotzend kreiert sie ein künstliches wachstumm, lässt so im untergrund zelluläres heranreifen
und den raum in einem organischen kontext erscheinen. sie verwandelt ihn in eine geheimnisvolle unterwelt,die brodelnd fantastisches gebiert.
so scheint der raum, aus dem das erdreich entfernt
wurde zu künstlerischen wachstum fähig zu sein und somit die verbindung von kultur und agrikultur reflektiert. wie ursprünglich samen gedeihen konnten bietet das maxi- miliansforum raum für das reifen künstlerischer ideen.
die künstlerin nimmt in ihren arbeiten bezug auf die gege- benheiten des raumes, die menschen, die diesen raum nutzen
werden emotional berührt da lucia dellefant auf die sinn- liche qualität von kunst setzt. so lässt sie zelluläre strukturen in einem sonst leblosen raum keinem und zu leuchtenden organismen erblühen. bloom - nimmt diesen raum ein und lässt ihn in einem neuen glanz erblühen.
7500 goldene luftballone füllen die räume und wachsen in die unterführung hinein. glühbirnen in luftballonen blinken durch einen zufallsgenerator gesteuert unregelmäßig auf und
tauchen die unterführung in ein geheimnisvolles licht.
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